A

HomeAboutLeistungenGalerieBlogAnfrage

Einblicke in die Arbeit der Kunst Hochzeitsplanerin Lea Bächle

Journal zur Hochzeitsplanung von S&B in Frakfurt am Main

Einblicke in die Arbeit der Kunst Hochzeitsplanerin Lea Bächle

Journal zur Hochzeitsplanung von S&B in Frakfurt am Main

Es gibt Hochzeiten, die nicht nur durch ihre Schönheit in Erinnerung bleiben, sondern durch die Haltung, mit der sie gestaltet werden.
Die Hochzeit von Sepide & Behnam war genau eine solche.

Ein Paar, das Kunst liebt, Ästhetik versteht und jedes Detail bewusst wählt. Schon bei unserem ersten Gespräch wurde klar: Diese Feier sollte kein lautes Fest werden, sondern eine kultivierte Begegnung – geprägt von Atmosphäre, Architektur und feinsinniger Symbolik.

Von der Suche nach der passenden Location über die Entwicklung des gestalterischen Konzepts bis hin zur minutiösen Planung am Hochzeitstag war jedes Element Teil eines kuratierten Gesamterlebnisses.
Eine Verbindung aus Stil, Struktur und Bedeutung, die zeigt, wie viel Tiefe entstehen kann, wenn Planung und Kunst eine gemeinsame Sprache sprechen.

Teil 1: Die Vorplanung – Auf der Suche nach der passenden Location

Sepide und Behnam sind über Instagram auf mich aufmerksam geworden – ein sehr kultiviertes, hochgebildetes und internationales Paar, das großen Wert auf Stil, Kunst und Atmosphäre legt. Schon beim ersten Gespräch war klar: Diese Hochzeit sollte nicht nur ein Fest der Liebe werden, sondern auch ein ästhetisches Erlebnis – fein, durchdacht und voller kultureller Bezüge.

Die beiden wünschten sich eine standesamtliche Trauung im Römer in Frankfurt, gefolgt von einer intimen Feier mit etwa 30 Gästen in einem Frankfurter Museum – idealerweise mit Blick auf die Skyline. Eine Herausforderung, die mich sofort begeistert hat.

Gemeinsam haben wir vier Museen besichtigt, die in Frage kamen. Jedes davon hatte seinen ganz eigenen Charakter – und doch war es gar nicht so einfach, die perfekte Balance aus Architektur, Kunst und Funktionalität zu finden.

Das renommierteste Museum der Auswahl musste leider ausgeschlossen werden, da es donnerstags verlängerte Öffnungszeiten hat – eine exklusive Raumnutzung war an diesem Tag nicht möglich. Zwei weitere Häuser am Mainufer waren zwar atmosphärisch wunderschön, doch die Räume erwiesen sich als zu klein. Es bestand die Gefahr, dass sich die Gesellschaft zu gedrängt fühlen würde – und genau das wollten wir vermeiden.

Ein weiteres Museum überzeugte uns räumlich, aber die dort gezeigte Kunst passte schlicht nicht zum ästhetischen Empfinden des Paares. Für Sepide und Behnam war die Kunst nicht nur Kulisse, sondern ein bedeutender Teil des Gesamterlebnisses – sie sollte sich mit der Stimmung des Tages verweben.

Eine Villa, die an eines der Museen angrenzte, schien zunächst eine wunderbare Alternative. Doch leider erwies sich dieTerminabstimmung als schwierig – im Standesamt Frankfurt waren zu diesemZeitpunkt bereits viele Termine vergeben, was unsere Flexibilität erheblich einschränkte.

So mussten wir die ursprüngliche Idee, in einem Museum zu feiern, schweren Herzens verwerfen. Stattdessen öffneten wir den Blick für andere Orte mit künstlerischem Bezug und kulturellem Anspruch. In die engere Auswahl kamen schließlich das Restaurant der Alten Oper und der FrankfurterHof – beide mit großartiger Architektur, Geschichte und Flair.

Am Ende fiel die Entscheidung auf den Frankfurter Hof. Für ein internationales Paar wie Sepide und Behnam war ein Hotel nicht nur logistisch ideal, sondern auch eine elegante Lösung für ihre Gäste aus aller Welt. Zudem passt das Haus perfekt zur Vision der beiden – klassisch, kunstvoll und mit kosmopolitischem Charakter. Der Frankfurter Hof veranstaltet regelmäßig Kunstausstellungen im eigenen Haus – eine wunderbare Verbindung zwischen Kultur und Feierlichkeit.

Gleichzeitig war beiden wichtig, ihre Liebe zur Kunst dennoch sichtbar in den Hochzeitstag zu integrieren. Deshalb entschieden wir uns bewusst dafür, ein intimes Brautpaarshooting in einem Museum umzusetzen – als ruhigen, persönlichen Moment vor der standesamtlichen Trauung.

Aufgrund ihrer gemeinsamen Liebe zu Alten Meistern, zur Kunstgeschichte und zu Frankfurt fiel die Wahl auf das Historische Museum Frankfurt. Ein Haus, das nicht nur kulturell tief mit der Stadt verwurzelt ist, sondern mit seinen klaren Linien, ruhigen Räumen und ausgewählten Werken einen idealen Rahmen für ein ästhetisches Brautpaarshooting bietet. Besonders geeignet ist es für Paare, die Kunst nicht inszenieren, sondern respektvoll erleben möchten.

Ein weiterer, ganz praktischer Vorteil: Das Historische Museum liegt nur eine Gehminute vom Standesamt am Römer entfernt. So ließ sich der Ablauf des Tages elegant und fließend gestalten – ohne Hektik, ohne Brüche, sondern mit einem natürlichen Übergang von Kunst, Emotion und Zeremonie.

Damit stand der Rahmen für ein Hochzeitskonzept, das Stil, Kunst und Gastfreundschaft in sich vereint – ein Fest für alle Sinne, dasperfekt zu Sepide und Behnam passt.

Teil 2: Die Planung – Eine kultivierte Feier vollerEleganz und Bedeutung

Sepide und Behnam wünschten sich keine klassische Partyhochzeit, sondern eine kultivierte Feier, die ihre internationale Herkunft, ihren Sinn für Ästhetik und ihre Liebe zur Kunst widerspiegelt. Unser gemeinsames Ziel war es, eine Atmosphäre zu schaffen, die ruhig, elegant und tief empfunden ist – eine Feier, die nicht laut wirkt, sondern berührt.

Den Anfang machten die Einladungen – gestaltet von lin.oh.wedding

Sie waren ein Kunstwerk für sich: ästhetisch, klar und zeitlos – genau wie das gesamte Hochzeitskonzept. Jede Linie, jedeTypografie spiegelte die Eleganz wider, die sich durch alle Gestaltungselemente des Tages zog.

Musik spielte für das Paar eine zentrale Rolle. Sie wünschten sich Live-Jazz, um der Feier Leichtigkeit und Klasse zuverleihen. Nach einer intensiven Suche fiel die Wahl schließlich auf die Band SwingingSoul – ein Glücksgriff.
Ihre Musik begleitete den Sektempfang mit smoothen Jazz-Klängen und wurde nach dem Dinner etwas lebendiger, ohne je aufdringlich zu wirken. Es entstand eine Atmosphäre, die Eleganz und Lebensfreude perfekt miteinander verband – genau so, wie Sepide und Behnam es sich vorgestellt hatten.

Auch bei der Dekoration spiegelte sich dieser feinsinnige Geschmack wider. Die Braut wünschte sich ausschließlich weiße Rosen – ein Symbol von Reinheit, Ruhe und zeitloser Schönheit. Ihr Brautstrauß bestand aus langstieligen weißen Rosen, schlicht und edel. Auf den Tischen wurden weiße Rosen mit Granatäpfeln und roten Trauben kombiniert – ein subtiler Verweis auf die iranischen Wurzeln des Paares.
So entstand ein stilllebenartiges Setting, das wie ein Gemälde wirkte: harmonisch, bedeutungsvoll und voller leiser Symbolik.

Für die fotografische Begleitung entschieden wir uns für eine Hochzeitsfotografin mit Hintergrund in der Modefotografie: Rosa&Lynn. Diese Perspektive verlieh der Bildsprache eine kosmopolitische Note –stilvoll, reduziert und mit einem Auge für feine Gesten.

Das Brautkleid wurde eigens nach den Wünschen der Braut von Mina UAE angefertigt – ein zeitloses, elegantes Design mit einem Hauch Nostalgie. Fließend, pur und gleichzeitig voller Charakter –ganz wie Sepide selbst.

Ein ganz besonderer Moment war die Überraschung des Bruders der Braut: Er schenkte dem Paar einen Oldtimer, mit dem sie zum Museum und nach der standesamtlichen Trauung im Römer zurück zum Frankfurter Hof gefahren wurden. Eine liebevolle Geste, die den Tag auf so persönliche Weise abrundete – klassisch, emotional und voller Bedeutung.

So entstand eine Hochzeit, die Kunst, Kultur und Liebe auf feinste Weise miteinander verband – eine Feier, die nicht lauter Worte bedurfte, um unvergesslich zu sein.

Teil 3: Der Hochzeitstag – Zwischen Struktur, Feingefühlund fließender Harmonie

Der Hochzeitstag von Sepide und Behnam begann ruhig und geordnet. Schon am frühen Morgen wurde im Frankfurter Hof der Raum für das Dinner vorbereitet – mit klaren Linien, harmonischen Proportionen und einer zurückhaltenden Farbwelt. Das Brautpaar checkte ein, und während die Stylistin sich in der Suite der Braut an die Arbeit machte, begann ich mit den organisatorischen Abstimmungen vor Ort.

Gegen Mittag traf ich im Hotel ein. Ich klärte die Abläufe mit dem Servicepersonal, erfragte die Zimmernummer des Brautpaares, überprüfte Sperrungen in der Lobby, prüfte Lichtverhältnisse und Wegeführung – kleine, aber entscheidende Punkte, um den Tag in seiner Gesamtheit fließend zugestalten.

Die Floristin brachte die vorbereiteten Arrangements am Vortag ins Hotel. Den Aufbau übernahm ich selbst – weiße Rosen, ergänzt durch Granatäpfel und Trauben, sorgfältig auf die Tische verteilt. Ich kontrollierte jedes Detail: den Sitz der Servietten, die Ausrichtung der Kerzenhalter, den Rhythmus der Dekoration im Raum. Es war die konzentrierte Arbeit vor dem Beginn – präzise, ruhig und getragen vom Bewusstsein, dass hier etwas Besonderes entstehen würde.

Parallel brachte ich den Brautstrauß zur Suite der Braut, organisierte die Gastgeschenke und sorgte dafür, dass alle Dienstleister nahtlos in den Ablauf eingebunden waren. So entstand bereits vor der eigentlichen Feier eine Atmosphäre von Ruhe und Sicherheit – genau die Basis, die ein gelungener Hochzeitstag braucht.

Gegen 13:30 Uhr trafen Band, Fotografin und Oldtimer-Service ein. Ich holte das Brautpaar aus dem Zimmer ab und begleitete sie zu ihrer Überraschung: dem Oldtimer, ein Geschenk des Bruders der Braut. Es war ein freudiger Moment – mit Lachen, Begeisterung und echter Vorfreude auf das, was kommen sollte.

Anschließend machte sich das Paar gemeinsam mit der Fotografin und mir auf den Weg zum Historischen Museum Frankfurt. DieV orbereitung dafür war bereits Tage zuvor sorgfältig getroffen worden: Genehmigungen eingeholt, Abläufe mit dem Museum abgestimmt, Ansprechpartner und Zugänge geklärt. Am Tag selbst bestätigte ich vor Ort an der Kasse noch einmal unsere Anmeldung, während das Paar draußen mit den ersten Aufnahmen begann.

Im Inneren des Museums achtete ich während des gesamten Shootings auf die Einhaltung aller Vorgaben – kein Blitzlicht, genügend Abstand zu den Kunstwerken, respektvolle Bewegung im Raum. Ich koordinierte den Ablauf, stimmte mit der Fotografin ab, wann wir in den nächsten Bereich wechselten, und behielt dabei stets die Zeit im Blick.
Parallel dazu musste ich kurzfristig die Streublumen organisieren, die von der Floristin vergessen worden waren. Ich kümmerte mich diskret um die Nachbeschaffung, sodass sie rechtzeitig nach der Trauung bereitstanden – ohne dass das Brautpaar davon etwas mitbekam.

So entstand ein geordnetes Zusammenspiel zwischen Planung, Flexibilität und Achtsamkeit – und eine Bildstrecke, die die Verbindung von Kunst, Architektur und Emotion perfekt einfing.

Kurz vor 15:30 Uhr begann die Trauung im Römer. Ich war vor Ort, um die Vereidigung des Übersetzers zu begleiten, Ausweise der Trauzeugen bereitzuhalten und Gäste zu empfangen, die später eintrafen. Im Hintergrund verband ich die Abläufe – vom Standesamt bis zum Hotel, von der Band bis zumService.

Nach der Eheschließung folgten Gratulationen und Fotos vor dem historischen Gebäude. Der Oldtimer stand bereit, und die Gäste streuten Blumen, während das Paar in Richtung Frankfurter Hof aufbrach. Ich informierte die Band und das Hotel über unsere Abfahrt, begleitete anschließend die Gäste zu Fuß und koordinierte die Ankunftszeiten beider Gruppen.

Im Hotel startete der Sektempfang mit Canapés und Jazzmusik. Der Moment, in dem das Brautpaar eintraf, war lebendig und herzlich – begleitet von einem iranischen Lied, das auf feine Weise Bezug zur Herkunft der beiden nahm. Während die Gäste sich unterhielten, achtete ich auf Details: Kerzen, Lichtstimmung, Serviceabläufe, das richtige Timing für das Dinner.

Um 18:00 Uhr leitete ich den Übergang in den Abend ein. Die Gäste nahmen Platz, die Musik wechselte zu sanften Tönen, und das Menü begann. Die Küche servierte vier Gänge – präzise abgestimmt auf die Dramaturgie des Abends. Der Bräutigam hielt eine kurze, sehr persönliche und emotionale Rede. Ich blieb aufmerksam im Hintergrund, überprüfte den Zeitplan, stimmte mit dem Service die Gänge ab und sorgte dafür, dass der Wechsel zwischen Dinner und Dessert reibungslos verlief.

Das Anschneiden des Tiramisus markierte den Übergang zur festlichen Lockerheit des Abends. Die Band übernahm, der Barservice begann –eine elegante, unaufdringliche Atmosphäre, in der die Gäste den Abend genießen konnten, ohne dass etwas inszeniert wirkte.

Gegen 22:30 Uhr verabschiedete ich mich nach der finalen Abstimmung mit dem Hotelteam. Die Feier ging weiter – begleitet von Musik, Gesprächen und einer Leichtigkeit, die man nicht planen, aber durch gute Vorbereitung ermöglichen kann.

Ein Tag, an dem alles ineinandergriff: Organisation und Ästhetik, Struktur und Gefühl.
Eine Hochzeit, die durch ihre Ruhe, Klarheit und feine Ausdruckskraft in Erinnerung bleibt – ganz im Sinne von Artiage.

Fazit

Die Hochzeit von Sepide & Behnam war in vielerleiHinsicht exemplarisch für das, was Artiage ausmacht: ein Zusammenspiel von Ästhetik, Klarheit und menschlicher Wärme.

Jeder Moment war bewusst gestaltet – nicht, um zu inszenieren, sondern um Raum zu schaffen: für Begegnung, für Emotion, für Schönheit in ihrer stillen, ehrlichen Form.
Es war eine Feier, die zeigte, dass Organisation und Kunst kein Gegensatz sind,sondern sich gegenseitig verstärken.

Was bleibt, ist ein Tag voller Präzision und Leichtigkeit –getragen von Vertrauen, Zusammenarbeit und der Freude, etwas Einzigartiges geschaffen zu haben.
Ein Kunstwerk auf Zeit, das in Erinnerung bleibt – genau so, wie es sein soll.

Schaut euch gerne die Bilder der Hochzeit von Sepide & Behnam in meiner Galerie an.