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Trauredner:innen für kunstvolle Hochzeiten und Hochzeiten im Museum

February 10, 2026

Trauredner:innen für kunstvolle Hochzeiten und Hochzeiten im Museum

Warum die Wahl der richtigen Stimme entscheidend ist

Eine Hochzeit im Museum ist kein gewöhnlicher Ort für eine Trauung. Sie ist ruhig, bedeutungsvoll, architektonisch geprägt – und verlangt nach einer Zeremonie, die diesem Rahmen gerecht wird.

Gerade bei einer kunstvollen Hochzeit wird deutlich: Nicht nur die Location, sondern auch die Sprache entscheidet darüber, ob der Moment berührt oder beliebig wirkt.

Deshalb spielt die Wahl der richtigen Traurednerin oder des richtigen Trauredners für eine Hochzeit im Museum eine zentrale Rolle.

Warum Hochzeiten im Museum besondere Trauredner:innen brauchen

Museen sind Orte der Konzentration, der Geschichte und der Stille. Eine Trauung in diesem Kontext folgt nicht den klassischen Mustern, wie man sie aus traditionellen Hochzeitslocations kennt. Was in einem Festsaal oder auf einer freien Wiese funktionieren mag, wirkt im Museum schnell fehl am Platz. Laute Stimmen, standardisierte Texte, überzeichnete Emotionen oder Unterhaltung um jeden Preis brechen die Atmosphäre, statt sie zu tragen.

Eine Trauung im Museum verlangt nach einer anderen Qualität. Gefragt sind sprachliche Präzision und ein feines Gespür für Dramaturgie. Worte müssen bewusst gewählt, Pausen zugelassen und der Raum in seiner Wirkung respektiert werden. Kunst, Architektur und Akustik sind keine Kulisse, sondern Teil des Moments – sie reagieren sensibel auf jede Form von Überzeichnung.

Eine Traurednerin für eine Hochzeit im Museum ist daher weniger Moderatorin als vielmehr Kuratorin. Sie hält den Raum, liest die Stimmung und führt mit Ruhe und Präsenz durch die Zeremonie. Nicht laut, nicht erklärend, sondern klar, konzentriert und dem Ort angemessen. So entsteht eine Trauung, die sich selbstverständlich in den Raum einfügt und genau dadurch tief wirkt.

Die Zeremonie als kuratiertes Erlebnis

Bei einer kunstvollen Hochzeit wird die Trauung nicht einfach gehalten – sie wird komponiert. Sie folgt einer inneren Dramaturgie, bei der jedes Wort, jede Pause und jede Bewegung bewusst gesetzt ist. Die besten Trauredner:innen für diesen Rahmen verstehen die Zeremonie als Ritual oder Erlebnis, nicht als Show. Sprache wird nicht genutzt, um zu erklären oder zu unterhalten, sondern als ästhetisches Mittel, das Atmosphäre schafft und Emotion trägt.

Pausen, Stille und Reduktion sind dabei kein Mangel, sondern ein wesentlicher Teil der Wirkung. Gerade im Museum, zwischen Kunstwerken und Architektur, darf Sprache Raum lassen, statt ihn zu füllen. So entsteht eine Trauung, die sich selbstverständlich in den Ort einfügt und ihn nicht überlagert – ruhig, klar und von tiefer Präsenz getragen.

Worauf Paare bei der Wahl einer Trauredner:in für die Hochzeit im Museum achten sollten

Wenn ihr eine Hochzeit im Museum plant, solltet ihr bei der Auswahl eurer Traurednerin oder eures Trauredners besonders aufmerksam sein. Nicht jede Person, die freie Trauungen gestaltet, passt automatisch zu diesem sensiblen Rahmen. Fragt euch, ob mit poetischer, reduzierter Sprache gearbeitet wird und ob die Fähigkeit besteht, sich einem Raum unterzuordnen, statt ihn zu dominieren. Wichtig ist auch Erfahrung mit besonderen Orten oder kulturellen Kontexten sowie ein Verständnis dafür, dass eine Zeremonie als Gesamterlebnis gedacht werden muss – nicht als isolierter Programmpunkt.

Eine gute Traurednerin für eine kunstvolle Hochzeit erkennt, wann weniger mehr ist. Sie weiß, dass Zurückhaltung, Präzision und Respekt vor Raum und Atmosphäre oft die stärkste Wirkung entfalten.

Kunst, Kultur und Sprache – eine natürliche Verbindung

Viele Trauredner:innen, die besonders gut zu Hochzeiten im Museum passen, bringen einen Hintergrund aus Kultur, Literatur oder Kunst mit oder haben zumindest eine ausgeprägte Nähe zu diesen Bereichen. Sie interessieren sich für Ästhetik, Architektur und Raumwirkung und verfügen über ein feines Gespür für Inszenierung, ohne dabei in Pathos oder Überzeichnung zu verfallen.

Ihre Arbeit speist sich oft aus unterschiedlichen Inspirationsquellen: aus Kunstwerken, aus Texten, Gedichten oder philosophischen Gedanken, aber auch aus der Geschichte und Bedeutung des Ortes selbst. Genau daraus entsteht eine Trauung, die nicht konstruiert wirkt, sondern sich selbstverständlich und organisch in den Raum einfügt – ruhig, stimmig und dem besonderen Kontext angemessen.

Organisation & Rahmenbedingungen im Museum

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass nicht jede Traurednerin oder jeder Trauredner mit den besonderen Anforderungen einer Hochzeit im Museum vertraut ist. Dazu gehören unter anderem klar definierte Zeitfenster, feste Vorgaben zur Lautstärke, vorgegebene Bewegungsabläufe sowie die enge Abstimmung mit Museumsleitung und Aufsichtspersonal.

Gerade hier zeigt sich, wie wertvoll Erfahrung in diesem speziellen Kontext ist – und warum die Zusammenarbeit mit einer Hochzeitsplanerin für Hochzeiten im Museum besonders sinnvoll ist. Sie übernimmt die Koordination zwischen Trauredner:in, Museum und Ablauf, übersetzt die organisatorischen Rahmenbedingungen in einen stimmigen Zeitplan und sorgt dafür, dass die Zeremonie ruhig, selbstverständlich und frei von sichtbarer Organisation wirken kann.

Für welche Paare ist dieser Ansatz ideal?

Dieser Ansatz eignet sich besonders für Paare, die sich bewusst für Kunst und Kultur als Rahmen ihrer Hochzeit entscheiden. Eine kunstvolle Trauung im Museum spricht Menschen an, die Tiefe über Inszenierung stellen, auf kitschige Dekoration verzichten möchten und eine klare, reduzierte Ästhetik schätzen. Für sie ist die Zeremonie kein bloßer Programmpunkt im Ablaufplan, sondern der emotionale Kern des Tages – ruhig, bedeutungsvoll und getragen von Atmosphäre statt Effekten.

Ausgewählte Trauredner:innen für kunstvolle Hochzeiten und Hochzeiten im Museum

Die folgenden Trauredner:innen eint eine besondere Sensibilität für Sprache, Raum und Atmosphäre.
Sie verstehen Zeremonien nicht als bloßen Programmpunkt, sondern als bewusst gestalteten Moment – ruhig, bedeutungsvoll und tief mit dem Ort verbunden.

Alle hier vorgestellten Persönlichkeiten arbeiten mit großer Achtsamkeit gegenüber Architektur und Kunst, bringen ein feines Gespür für Ästhetik mit und wissen, wie sich Emotionen auch leise erzählen lassen.
Ob in einem Museum, einer Galerie oder einem anderen kulturell geprägten Raum: Ihre Sprache fügt sich ein, statt zu dominieren.

Die Steckbriefe geben euch einen Einblick in ihre Haltung, ihre Inspirationsquellen und ihre Art, Zeremonien zu gestalten – damit ihr spürt, welche Stimme zu eurer kunstvollen Hochzeit passt.

Wedding Whisperer Miriam Weise

Standort / Einsatzgebiet: Konstanz / Süddeutschland und Europa

Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch

Kontakt: www.weddingwhisperer.de / @miriam_weise_weddingwhisperer

Ideal für Paare, die …ihre Trauung als sinnlich erfahrbare, gefühlvolle und zugleich künstlerisch anspruchsvolle Zeremonie erleben wollen.

Wie würdest du deinen Ansatz als Trauredner:in beschreiben?

Meinen Ansatz würde ich als gefühlvoll und lebendig, einfühlsam, authentisch und ausdrucksstark beschreiben, mit literarischem Anspruch, Leichtigkeit, Tiefe und feinem Humor. Ich kreiere individuelle und berührende Freie Trauungen, die euch als Paar ermöglichen, eure Liebe bewusst zu leben und das Geschenk eurer besonderen Beziehung wertzuschätzen – nicht nur an eurem Hochzeitstag, sondern auch darüber hinaus.

Verstehst du eine Trauung eher als Performance, als Ritual oder als kuratiertes Erlebnis?

Ich verstehe eine Trauung vor allem als eine Zeremonie, ein Ritual, das die Seelen und Herzen berührt und sinnlich erlebbar macht, dass etwas Neues beginnt. Eine Trauung im Museum ist ein sorgfältig kuratiertes Erlebnis, das Tiefe, Achtsamkeit und Ästhetik beinhaltet, jedoch darf  sich darin gleichzeitig immer das Leben, die Freude, die Liebe entfalten. Ihr dürft ganz ihr selbst sein und gleichzeitig erleben, wie ihr euch in eine neue Ebene eurer Beziehung hinein entwickelt.

Was macht eine Trauung für dich wirklich bedeutungsvoll?

Bedeutungsvoll ist eine Trauung für mich dann, wenn sich das Brautpaar und die Gäste ganz auf das Erleben einlassen. Wenn es nicht um eine „Show“ geht, sondern um Sinn - um eine gemeinsame Erfahrung. Ich möchte euch Raum geben für euer bewusstes Ja zueinander. Das ist für mich das Herz der Freien Trauung.

Welche Rolle spielen Kunst, Kultur oder Ästhetik in deiner Arbeit?

Ich bin durch und durch Beziehungsmensch und Künstlerseele. Neben meinem kreativen Herzensberuf male und singe ich in meiner Freizeit. Ich habe Germanistik, Philosophie und Psychologie studiert, habe eine therapeutische Ausbildung und bin professionelle Schauspielerin. Ich liebe die Kunst, das Theater, die Literatur und schöpfe aus einem gut gefüllten kreativen Brunnen. Vor allem die Arbeit am Theater hat mich für meine jetzige Berufung wunderbar geschult und mir ein gutes Gefühl für Timing, wahrhaftigen Ausdruck und die Dramaturgie einer Zeremonie geschenkt. Dabei geht es aber nie um mich, sondern immer um euch als Brautpaar - ich „richte den Scheinwerfer“ auf euch und stelle mein Einfühlungsvermögen und meine  Ausdruckskraft in euren Dienst. Ich leihe eurer Liebe meine Stimme.

Gibt es Künstler:innen, Autor:innen, Philosoph:innen oder Kunstwerke, die dich inspirieren?

Viele Kunstwerke, Bücher und natürlich auch Musik und Film inspirieren mich. Ich liebe Frida Kahlo und Georgia O’ Keeffe, aber auch Rothko, Rodin, Monet und vor allem Botticelli . „Die Geburt der Venus“ ist mit seiner Anmut und Harmonie mein absolutes Lieblingsbild und stand Pate für meine Brand-Farben.

Im Theater berührt mich die Echtheit, Reduziertheit und menschenfreundliche Tiefe Peter Brooks, meine Lieblingsschriftstellerin ist Isabel Allende mit ihrer überschäumenden Liebe zu Geschichten, mein musikalischer Held ist Bob Dylan, der auf unterschiedlichste Weise immer er selbst ist und zu Recht den Literaturnobelpreis bekommen hat.

Was ist dein Lieblingsmuseum?

Die Uffizien! Aber ich freue mich immer auch an kleinen Galerien und neuen Entdeckungen. Meine Liebe zur Kunst hat viel mit Lebenskunst und Lebensfreude zu tun, mit der Magie der Farben und der Sensibilisierung der Sinne, die Kunst bewirken kann.

Wie würdest du deinen Sprachstil beschreiben?

Mein Sprachstil speist sich vor allem daraus, wie ich euch als Brautpaar wahrnehme, denn ich möchte ja genau eure Liebe und eurer besonderen Beziehung einen authentischen Ausdruck geben. Als Therapeutin habe ich gelernt, einfühlsam zu lauschen und mich ganz auf euch einzustellen - als Schauspielerin kann ich mit Körper und Stimme das in den Ausdruck bringen, was euch ausmacht. Mein Studium und meine Erfahrung als Dozentin für Rhetorik haben mir eine gute Grundlage geschenkt, um eure Liebesgeschichte in eine kleine literarische Perle zu verwandeln. Vor allem aber bin ich ein Mensch mit einem ausgeprägten Gefühl für Poesie und sprachlichen Ausdruck, gepaart mit Wahrhaftigkeit und tiefer Liebe.

Was begeistert dich an Trauungen in Museen oder architektonisch besonderen Räumen?

Räume beeinflussen durch ihre Ästhetik, wie wir uns fühlen. Sie können uns genau wie Kunst erheben, beflügeln, begeistern und beschützt oder geliebt fühlen lassen. In meinen freien Trauungen kreiere ich durch Worte, Klänge, Gesten und Rituale solche Räume. Eine besondere Architektur oder ein Museumsraum kann das noch unterstützen und eine ganz besondere Atmosphäre von Tiefe und Bedeutung schaffen.

Ein Satz, der deine Trauungen am besten beschreibt

Es geht um euch beide - es geht um die Liebe.

Meine kreative Arbeit dient dazu, Freude, Liebe, Schönheit und Verbindung in die Welt zu bringen.

Wedding Whisperer Miriam Weise

Say yes with Rosa - Rosa Gau

Standort / Einsatzgebiet: Stuttgart / Baden-Württemberg und Europa

Sprachen: Deutsch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Englisch

Kontakt: www.rosa-gau.de@sayyeswithrosa

Ideal für Paare, die … sich eine mitreißende und zugleich ruhige Zeremonie wünschen – reduziert in der Form, aber tief in der Wirkung.

Wie würdest du deinen Ansatz als Traurednerin beschreiben?  

Mitreißend - vom ersten Satz an. Und gleichzeitig getragen von einer ruhigen, starken Präsenz, die den Raum hält. Ich arbeite reduziert, aber mit Tiefe. In meinen Reden setze ich bewusst auf den Überraschungseffekt, denn eine gute Rede muss genau das: überraschen können. Und dadurch berühren und den Raum für alles, was kommt, öffnen. Das geschieht durch eine präzise Wortwahl, durch den gekonnten Einsatz von Stilmitteln und durch mein Gespür für Timing. Jede Trauung darf feierlich sein und sich gleichzeitig leicht anfühlen. Leichtigkeit entsteht für mich nicht durch Beliebigkeit, sondern durch Klarheit. Wenn alles Wesentliche da ist, darf alles andere losgelassen werden.  

Verstehst du eine Trauung eher als Performance, als Ritual oder als kuratiertes Erlebnis?

Als kuratiertes Ritual. Eine Trauung ist für mich kein Auftritt und keine Show, sondern ein ganz bewusst gestalteter Raum. Worte, Musik, Ort und Stille fließen zusammen und schaffen Spielraum für alles, was sein darf: Lachen, Tränen, stille Momente, für alle Emotionen eines Hochzeitstages. Meine Verantwortung als Traurednerin ist es, dass eine Trauung nicht nur optisch perfekt aussieht, sondern vor allem emotional berührt.

Was macht eine Trauung für dich wirklich bedeutungsvoll?

Eine Trauung ist der Moment, in dem alles zusammenfließt, perfekt oder (noch besser) “unperfekt perfekt”. (Spoiler: es sind meistens die spontanen, die nicht geplanten Erlebnisse, die uns ganz besonders in Erinnerung bleiben.) Alles trifft aufeinander: die monate-, oft auch jahrelange Vorbereitung auf diesen einen großen Tag, all die Anspannung, Aufregung, Vorfreude, die Liebe und die Verbindung zwischen zwei Menschen, aber auch die Verbindung zwischen dem Brautpaar und den Gästen. Wenn alles zusammenkommt, dann ist das magisch, es trägt Bedeutung. Und es bleibt in Erinnerung. Es ist der Moment, in welchem dem Brautpaar und den Gästen bewusst wird: JETZT ist der Moment und wir, wir sind mittendrin! Es entsteht Raum für Lachen und Staunen, für Tränen und für Gänsehaut. Alles hat seinen Platz. Das Brautpaar kann sich fallen lassen und den Moment einfach nur genießen.

Welche Rolle spielen Kunst, Kultur oder Ästhetik in deiner Arbeit?

Eine zentrale Rolle. Ästhetik ist für mich Haltung. Kunst lehrt mich Klarheit, Reduktion und Präzision. Die Grundpfeiler meiner Reden. Und Vertrauen. Vertrauen darauf, dass weniger oft mehr berührt und wirken darf. Auch über den Hochzeitstag hinaus. Das ist das Entscheidende, denn die Erinnerung an die Trauung begleitet ein Brautpaar ein Leben lang.

Gibt es Künstler:innen, Autor:innen, Philosoph:innen oder Kunstwerke, die dich inspirieren?

Oh ja! Sehr viele. Ich liebe die Welt der Literatur und Philosophie. Ob in den Romanen von Isabel Allende mit ihrer unfassbaren erzählerischen Tiefe, in den Gedichten von Federico García Lorca oder Mascha Kaléko, in den spannenden Romanen von Dan Brown, in Titeln wie Merciers “Nachtzug nach Lissabon”, “Wir sehen uns im August” von Márquez oder “Großer Panda und kleiner Drache” von J. Norbury, überall finde ich wertvolle Impulse.

Vor allem aber hat mich die Klarheit der Gedankenwelt der Antike inspiriert. Philosophisch gefällt mir Heraklits Konzept von pánta rheî -alles fließt. Dieses Konzept übertrage ich auf meine Trauungen: der Moment, indem alles zusammenkommt und fließt. Auch die Stoiker und die klassische Philologie, insbesondere Seneca und Cicero, haben mich mit ihren Überlegungen zu Zeit, Präsenz und innerer Haltung geprägt.  

In der Kunst gefallen mir Picasso, Antoni Gaudí, Salvador Dalí und Frida Kahlo wegen ihrer Bildsprache und ihres Mutes zur eigenen Perspektive. Aber auch Monet und der Impressionismus inspiriert mich sehr, weil der Moment über die Form gestellt wird, Atmosphäre wichtiger als Perfektion ist, Gefühl über Erklärung steht. Das möchte ich in meinen Trauungen umsetzen: leicht, präsent, emotional und lange nachwirkend.  

Was ist dein Lieblingsmuseum?

Ich liebe das Gebäude-Ensemble Ciutat de les Arts i les Ciències, die “Stadt der Künste und der Wissenschaften” in Valencia mitten im wunderschönen Turia-Park.  Weitere Orte, die mich immer wieder inspirieren: das Lapidarium am Schlossplatz Stuttgart (hier habe ich im Dezember 2012 selbst geheiratet), das Stadtpalais und die Staatsgalerie in Stuttgart, das Leopold Museum in Wien, die Museumsinsel in Berlin, hier vor allem das Pergamonmuseum. Im Bode-Museum habe ich einer meiner beeindruckendsten Kunst-Momente erlebt, als ich Leonardo da Vincis “Die Dame mit dem Hermelin” live in der Ausstellung „Gesichter der Renaissance – Meisterwerke der italienischen Porträtkunst“ betrachten konnte.

Das Lorca-Museum im südspanischen Granada hat mich sehr berührt. Am Original-Schreibtisch des Schriftstellers zu stehen, Gänsehaut! Unvergesslich auch der Besuch im Heritage Village in Abu Dhabi und das Leben in der Wüste hautnah zu spüren. Als lebendiges Gesamtkunstwerk beeindruckt mich Gaudís bunter Park Güell in Barcelona immer wieder aufs Neue.  

Die Liste könnte ich noch lange weiterführen, Museen begeistern mich schon immer und das Beste: es gibt noch so Vieles zu entdecken! Auf meiner Wunschliste ganz oben stehen Kairo (auf den Spuren der antiken Geschichtsschreiber), Madrid mit dem Prado und natürlich Florenz.

Wie würdest du deinen Sprachstil beschreiben?

Liebevoll und persönlich, modern und klar. Und dabei immer: genau auf den Punkt. Mit Raum zum Atmen und Raum für alle Emotionen eines Hochzeitstages.

Was begeistert dich an Trauungen in Museen oder architektonisch besonderen Räumen?

Die Architektur eines Trau-Raums trägt die Zeremonie und ihre Bedeutung von selbst, da sie nicht erklärt werden muss, sondern einfach wirkt. Ein Museum als Trauungsort bringt per se Bedeutung mit sich. Ein Ort, der durch Geschichte Energie bündelt und unsere Emotionen verstärkt. Und das, ohne zu überladen.  

Ein Satz, der deine Trauungen am besten beschreibt

Eine Trauung mit mir als Traurednerin ist ein leichter, ein magischer Moment, in dem alles ganz automatisch zusammenfließen darf: Lachen, Tränen und Gänsehaut.

Say Yes with Rosa - Rosa Gau

Julia Hierlemann - YOUR LOVE YOUR STORY

Standort / Einsatzgebiet: München / Deutschland und die Welt

Sprachen: Deutsch, Englisch

Kontakt: www.yourloveyourstory.com / @yourlove_yourstory

Ideal für Paare, die … Individualität, Tiefe, Echtheit und eine besondere Atmosphäre schätzen und sich eine Zeremonie wünschen, in der ihre Liebe und ihre gemeinsame Geschichte spürbar werden

Wie würdest du deinen Ansatz als Trauredner:in beschreiben?

Mein Ansatz als Traurednerin ist stets auf Augenhöhe, individuell, nahbar und echt. Im Mittelpunkt steht für mich immer ihr als Paar– eure Liebe, eure Geschichte, die ihr gemeinsam fühlt, eure Begegnungen, leisen und lauten Momente, das, was euch geprägt hat. Dafür nehme ich mir viel Zeit, um euch wirklich kennenzulernen. Ich höre in unseren Gesprächen aufmerksam zu, stelle Fragen, die tiefer gehen und nehme das wahr, was zwischen den Zeilen mitschwingt. Mich interessiert was ihr gemeinsam erlebt habt und auch wer ihr für einander seid, was euch verbindet und warum ihr euch für einander entschieden habt.

Aus all dem entstehen Worte, die sich vertraut anfühlen und eure Liebe spürbar machen – natürlich und persönlich erzählt, mit Tiefgründigkeit, Poesie und Humor an den richtigen Stellen.

Verstehst du eine Trauung eher als Performance, als Ritual oder als kuratiertes Erlebnis?

Für mich ist eine Trauung kein Ritual, keine Performance und auch kein kuratiertes Erlebnis. Diese Begriffe können wertvoll sein, um bestimmte Aspekte einer Feier zu beschreiben. Für das, was eine Trauung für mich wirklich ist, greifen sie aber nicht weit genug.

Eine Trauung ist in erster Linie eine bewusste Entscheidung: ein klares, ehrliches „Ja“ zueinander. Die Essenz liegt nicht im Sichtbaren, sondern im Fühlen. Sie entsteht durch die Atmosphäre: das Licht, den Ort, die Musik, durch Worte, die berühren und Momente der Stille, die Raum für Emotionen lassen. Diese Augenblicke lassen sich nicht inszenieren, denn sie entstehen, wenn Menschen wirklich anwesend sind und sich aufeinander einlassen. Genau darin liegt das vollumfängliche Potenzial einer Trauung.

Was macht eine Trauung für dich wirklich bedeutungsvoll?

Wärme, Persönlichkeit und Emotionen. Wenn alle Anwesenden sich auf diesen Moment einlassen können und die Worte, die ich sage, nachklingen.

Wenn ihr als Paar am Ende spürt „das waren wir – danke, dass du uns mit deinem Wesen und deinen Worten an diesem Tag bereichert hast“ und eure Gäste freudig und bewegt in den weiteren Tag gehen, weiß ich, dass dieser Augenblick von echter Bedeutung war.

Welche Rolle spielen Kunst, Kultur oder Ästhetik in deiner Arbeit?

Für mich ist Liebe an sich eine Kunst: die Geschichte eines Paares, die Verbindung zwischen zwei Menschen, das, was sie ausmacht und interessiert. Worte dafür zu finden, ist wiederum eine eigene Kunst: tiefgründig, persönlich, mit einer Nuance Humor und im Einklang mit dem Ort, an dem ein Paar „Ja“ sagt – ein Ja zur Vergangenheit, zur Gegenwart und zur Zukunft.

Die Trauung ist das Gesamtkunstwerk, das die Vergangenheit und Gegenwart von euch als Paar widerspiegelt, den Übergang in die gemeinsame Zukunft zelebriert. Gemeinsam komponiere ich mit euch die Melodie, die entsteht, wenn Liebe, Worte, Musik, Ort und Menschen harmonisch zusammenwirken. Es ist nicht nur die Rede oder das Offensichtliche – es ist ein Prozess, der über Monate reift und am Tag selbst in seiner vollen Wirkung spürbar wird, wie ein großes, lebendiges Kunstwerk.

Gibt es Künstler:innen, Autor:innen, Philosoph:innen oder Kunstwerke, die dich inspirieren?

Es gibt viele Künstler:innen und Autor:innen, die mich inspirieren. Gerade lese ich mit Begeisterung Werke von Martin Suter, Takis Würger, Benedict Wells und Julia Cameron.

Schon seit Jugendtagen fasziniert mich die Symbiose aus Monets Bildern und Debussys Kompositionen – ein perfektes Beispiel dafür, wie unterschiedliche Kunstformen zusammen noch stärker berühren und neue Eindrücke schaffen. Jazzmusik begleitet mich seit Jahren und inspiriert mich mit ihrer Improvisation, Energie und Ausdruckskraft. Gleichzeitig finde ich in der Ästhetik der Mid-Century-Architektur Inspiration durch ihre Klarheit, Eleganz und zeitlose Ästhetik.

Was ist dein Lieblingsmuseum?

Es gibt so viele großartige Museen, dass es mir schwerfällt, ein einzelnes als Lieblingsmuseum zu benennen. Eines, in das ich aber immer wieder gerne gehe, ist die Pinakothek der Moderne in München. Für mich besticht sie jedes Mal durch ihre Vielseitigkeit und die inspirierenden, immer wieder neuen Ausstellungen. Auch das Metropolitan Museum of Art in New York habe ich in besonders guter Erinnerung.

Wie würdest du deinen Sprachstil beschreiben?

Mein Sprachstil spiegelt meinen Ansatz als Traurednerin wider: persönlich, nahbar und auf Augenhöhe, dabei natürlich, warm und vertraut. Er verbindet Tiefgründigkeit, Poesie und Humor an den richtigen Stellen, passend zu euch als Paar. Mit einer Balance aus Ruhe, Leichtigkeit und Lockerheit lassen meine Worte eure Liebe und eure Geschichte spürbar werden.

Was begeistert dich an Trauungen in Museen oder architektonisch besonderen Räumen?

Mich fasziniert es, zu entdecken, wie Museen und architektonisch besondere Räume entstanden sind – welche Gedanken, Gefühle und Visionen die Menschen bei ihrer Schöpfung bewegt haben. Wenn ich vor inspirierenden Kunstwerken oder in beeindruckenden Räumen stehe, könnte ich stundenlang philosophieren und interpretieren. Das Schönste daran ist, dass es mir dabei gelingt völlig die Zeit zu vergessen und ganz im Moment zu sein.

Bei Trauungen erlebe ich etwas sehr Ähnliches. Auch hier geht es darum, die Liebe und die Geschichte zweier Menschen zu entdecken: zu verstehen, wie sie ihr ganz eigenes „Museum des Lebens“ erschaffen haben – gefüllt mit gemeinsamen Erlebnissen, Gefühlen, Werten und Meilensteinen.

Diese Liebe, diese Geschichte im Rahmen einer Trauung als Gesamtkunstwerk in einem kunstvollen oder architektonisch besonderen Museum zu feiern, ist das, was mich begeistert.

Ein Satz, der deine Trauungen am besten beschreibt

Ich begleite euch auf Augenhöhe und mit Leichtigkeit - mit Worten, die berühren, Nähe schaffen und eure Liebe, eure Geschichte spürbar machen.

Your Love Your Story - Julia Hierlemann (Foto: www.fionafranziska.com)

Liebesbekenntnis - Julia Pöhler

Standort / Einsatzgebiet: Luzern / Schweiz und Europa

Sprachen: Hochdeutsch & Englisch

Kontakt: www.liebesbekenntnis.ch / @liebesbekenntnis.ch

Ideal für Paare, die … ihre Trauung als emotionales Erlebnis mit Tiefe und Lebensfreude verstehen und Sprache als Kunstform schätzen.

Wie würdest du deinen Ansatz als Trauredner:in beschreiben?

Lebensfreude trifft auf Tiefgang. Als Rednerin schöpfe ich mein rhetorisches Potenzial aus, um mit Erzählkunst, Gestik, Mimik, Wortwahl, Rhythmik und Betonung zu begeistern, alle Zuhörer mitzureißen und auf eine Zeitreise durch die Liebesgeschichte des Paares mitzunehmen. Lautes Lachen trifft auf leise Momente in denen Tränen fließen.

Verstehst du eine Trauung eher als Performance, als Ritual oder als kuratiertes Erlebnis?

Performance und Erlebnis. Wobei mir am Herzen liegt, nicht jeden Samstag die gleiche «Show» zu präsentieren. Es ist eher wie ein Theaterstück authentisch zugeschnitten auf das jeweilige Paar. Ich schreibe das Drehbuch, erstelle die Dramaturgie, führe Regie, bin Soundtechnikerin und Nebendarstellerin … aber nie die Hauptdarstellerin, denn das sind meine Paare und ihre Lovestory.

Was macht eine Trauung für dich wirklich bedeutungsvoll?

Die Gefühle, die beim Paar und den Gästen entstehen. Die Gedanken und Emotionen die ich in ihnen wecke. Nach der Zeremonie bleibt nichts Greifbares zurück, doch an das bewegende Gefühl, die Lebensfreude und Dankbarkeit bleibt im Herzen und in den Erinnerungen.

Welche Rolle spielen Kunst, Kultur oder Ästhetik in deiner Arbeit?

Ich wünsche mir von Herzen, dass die Erzähl-KUNST wieder mehr wertgeschätzt wird, es ist genauso eine Kunstform wie Musik, Malerei, Tanz… Geschichten erzählen ist eine der ältesten Kunstformen, ein wahres Kulturgut. Leider höre ich immer öfter, dass Trauungen von Laien geleitet werden, weil die nichts kosten und im Beruf häufig Präsentationen halten würden, aber das ist etwas ganz anderes.

Gibt es Künstler:innen, Autor:innen, Philosoph:innen oder Kunstwerke, die dich inspirieren?

Mich inspirieren vor allem die Liebesgeschichten meiner Paare. Ich hätte mir früher nie vorstellen können, wie unterschiedlich Menschen ihre Liebe und Beziehung leben.

Was ist dein Lieblingsmuseum?

Schwere Entscheidung, das Belvedere in Wien oder das Städel in Frankfurt.

Wie würdest du deinen Sprachstil beschreiben?

Lebendig, überraschend, feinfühlig, alle Sinne ansprechend, eloquent und vermutlich das wichtigste: an den Sprachstil des Paares angepasst.

Was begeistert dich an Trauungen in Museen oder architektonisch besonderen Räumen?

Ich mag die Ruhe und Ästhetik, die diese Orte ausstrahlen, man fokussiert sich dort mehr auf den Moment. Bei einer Trauung auf der grünen Wiese hingegen gibt es immer Passanten, Umweltgeräusche, Wetterkapriolen und vieles mehr.

Ein Satz, der deine Trauungen am besten beschreibt

Wir feiern eure Liebesgeschichte und kreieren einen vergänglichen Moment der in euren Herzen als liebevolle Erinnerung weiterlebt.

Liebesbekenntnis CH Julia Pöhler

Marina Danner

Standort / Einsatzgebiet: München / Deutschland und die Welt

Sprachen: Deutsch

Kontakt: www.marinadanner.de /  @marinastefaniedanner

Ideal für Paare, die … sich eine ruhige, tiefgehende und ästhetisch reduzierte Zeremonie wünschen, die Raum für echte Emotionen lässt.

Wie würdest du deinen Ansatz als Trauredner:in beschreiben?

Ruhig, tief, wie das Leben: es darf von allem etwas dabei sein. Wir wollen lachen, weinen, nachdenken, uns leicht fühlen. Wir machen eine Reise durch die Vergangenheit über das Hier und Jetzt in die Zukunft. Das ist nicht linear sondern mit Höhen und Tiefen verbunden und das spiegelt sich in meinen Reden wider.

Verstehst du eine Trauung eher als Performance, als Ritual oder als kuratiertes Erlebnis?

Für mich ist eine Trauung ein sorgfältig ausgearbeitetes Konzept, dass sich nicht in ein Korsett schnüren lässt. Weil das keiner Liebe gerecht wird. Eine Trauung ist ein Innehalten, zurückschauen, nach vorneschauen, das nicht von Ritualien überfrachtet werden soll. Es ist ein Moment, eine Feierlichkeit, ein Erlebnis.

Was macht eine Trauung für dich wirklich bedeutungsvoll?

Das Zusammenkommen aller Menschen. Denn es ist ein Fakt, dass alle Menschen in genau dieser Konstellation, dieser Zusammensetzung nicht wieder zusammenkommen. Daher ist eine Trauung etwas einmaliges und einzigartiges. Kein Moment lässt sich nochmal erleben. Deshalb ist es so wichtig, es gut geplant zu haben und dann aber voll und ganz im Moment zu sein.

Welche Rolle spielen Kunst, Kultur oder Ästhetik in deiner Arbeit?

Für mich ist Sprache Kunst. Die richtigen Worte zu finden, die nicht zu laut, nicht zu leise, nicht zu viel und nicht zu wenig sind. Ist ein Kunsthandwerk. Sprache ist aber auch Ästhetik für mich. Ich mag es reduziert, nicht zu blumig, nicht zu schwer, nicht zu bedeutungsschwanger. Ich mag, wenn meine Worte einen Raum schaffen. Noch zum Thema Ästhetik: Ich bin ein durch und durch ästhetischer Mensch. Ich habe ein Gefühl für Formen, Farben, Dinge, die schön sind. Das spiegelt sich bei mir in meinen Trauungen auch besonders z.B. darin wider, was ich trage. Keine auffallenden, bunten Kleider. Etwas, das schön ist aber nicht zu viel Raum einnimmt. Ich fühle mich in ästhetischen Umgebungen wohl. In nicht ästhetischen Umgebungen geht es mir nicht gut – kein Scherz.

Gibt es Künstler:innen, Autor:innen, Philosoph:innen oder Kunstwerke, die dich inspirieren?

Benedict Wells, Kafka, Marianna Leky sind Stimmen, die mich geprägt haben und prägen. Außerdem viel Musik und Songtexte, die mich bewegen, die mein künstlerischen Schaffen prägen.

Was ist dein Lieblingsmuseum?

Ich habe viele Jahre in einem Museumsgebäude gearbeitet –Schloss Herrenchiemsee. Was ich daran mag ist, wie ehrfürchtig Menschen in solchen Räumen sind. Dass die Stimme gesenkt wird, der Blick sich öffnet. Der Geruch. Die Stille, das Andächtige.

Wie würdest du deinen Sprachstil beschreiben?

Klar, ruhig, tief. Ich spreche eine zeitgenössische Sprache, die nicht flach ist. Die Tiefe hat, präzise ist, die Räume öffnet.

Was begeistert dich an Trauungen in Museen oder architektonisch besonderen Räumen?

Das Zusammenspiel von Schönem im Außen und Innen. Das Gefühl, dass Menschen in besonderen Räumen, feiner werden. Feinere Sinne haben, während sie sich zurücknehmen und reduzieren. Ein schöner, besonderer Ort ist die perfekte Kulisse für tragende Worte.

Ein Satz, der deine Trauungen am besten beschreibt

Eine Reise durch das Leben mit Tiefe, Klarheit, viel Gefühl und der Gabe, die Essenz, zwei Menschen und ihre Beziehung in Worte zu fassen.

Marina Danner

The Paris Officiant - Laura

Standort / Einsatzgebiet: Paris / Frankreich und die ganze Welt

Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch

Kontakt: www.theparisofficiant.com / @theparisofficiant

 Ideal für Paare, die … sich eine erzählerische, ästhetisch durchdachte Zeremonie wünschen, in der Ritual, Präsenz und Atmosphäre zu einem stimmigen Ganzen werden.

Wie würdest du deinen Ansatz als Trauredner:in beschreiben?

Erzählerisch und emotional, lebendig und feierlich - mit einer Balance zwischen leichten Momenten und grossen Gefühlen.

Verstehst du eine Trauung eher als Performance, als Ritual oder als kuratiertes Erlebnis?

Idealerweise bilden alle drei eine Einheit. Der Kern einer Trauung ist das Ritual: Es markiert einen Übergang und schafft Bedeutung durch Symbole, Sprache und Versprechen. Die Trauung erreicht die Menschen durch ihren performativen Vortrag: Nicht im Sinne von „Show“, sondern von gestalteter Präsenz - durch Stimme, Rhythmus, Pausen, Blickkontakt. Ein sorgfältig kuratierten Rahmen - Ort, Dramaturgie, Timing, Musik, Atmosphäre, Position und Koordination - machen sie schließlich zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Was macht eine Trauung für dich wirklich bedeutungsvoll?

Wenn die freie Trauung dem Paar entspricht, es sich in ihr wiederfindet und ausdrücken kann, hat sie Bedeutung. Das kann etwa durch Musik, Lesungen, ein Ritual, den Ort, die gemeinsame Geschichte, persönliche Versprechen und vieles mehr geschehen. Wenn das Paar hingegen etwas nur aus Erwartungsdruck von Familie, Freunden oder sozialen Medien macht, hat es oft wenig Bedeutung für die beiden. Deshalb ermutige ich meine Paare, schlussendlich auf ihr Herz zu hören - um mit ihrer Trauung so in ihr gemeinsames Leben zu starten, wie es sich für sie richtig anfühlt.

Welche Rolle spielen Kunst, Kultur oder Ästhetik in deiner Arbeit?

Mit einer Trauung feiern wir die Liebesgeschichte eines Paares und den Beginn eines neuen Kapitels. Kunst und Kultur prägen mein Storytelling und bereichern die Zeremonie durch Sprache, Bilder und Referenzen. Der Ort wird bewusst gewählt und fließt in die Trauung ein - ob Schloss, historischer Salon oder Museum. Raum, Atmosphäre und Bedeutung verbinden sich so zu einem stimmigen Ganzen. Nachdem ich als Traurednerin auf vielen Fotos zusehen bin, wähle ich sogar mein Outfit so aus, dass es ins Gesamtkonzept passt- kleine Details mit großer Wirkung.

Gibt es Künstler:innen, Autor:innen, Philosoph:innen oder Kunstwerke, die dich inspirieren?

Ja, ich finde viel Inspiration in Kunst und Literatur

- Philosophie: Simone de Beauvoir, Alain de Botton, Bell Hooks, Sharon Salzberg

- Literatur und berühmten und berührenden Briefwechseln: Marguerite Duras, VictorHugo, George Sand, Rainer Maria Rilke, Beethoven, Napoleon.

- Musik und Texte klassischer französischer Chansons: Jacques Brel, Barbara, Juliette Gréco

- Bildende Kunst: Klassische Pariser Fotografie (Robert Doisneau, Édouard Boubat), Skulpturen (Auguste Rodin, Camille Claudel), Malerei (Auguste Renoir, Claude Monet, Gustav Klimt)

Was ist dein Lieblingsmuseum?

Ich schätze mich sehr glücklich in Paris zu leben, mit einer aussergewöhnlichen Vielfalt an Museen. Neben den grossen Klassikern (Louvre, Musee d’Orsay, Petit Palais) haben Museen und Sammlungen wie etwa Fondation Louis Vuitton, Orangerie, Musée Carnavalet, Bourse de Commerce, Maison Européenne de la Photographie, Maison Victor Hugo mein Herz erobert.

Wie würdest du deinen Sprachstil beschreiben?

Literarisch, klar und erzählerisch – mit einem Hauch Poesie.

Was begeistert dich an Trauungen in Museen oder architektonisch besonderen Räumen?

Trauungen in Museen oder architektonisch besonderen Räumen begeistern mich, weil Kunst und Architektur dort Teil der Sprache werden. Sie erinnern daran, dass Liebe kein isolierter Moment ist, sondern eingebettet in Zeit, Kultur und Geschichten, die uns vorausgehen. Die Trauung wird eingebettet in diesen Kontext und es entsteht eine tolle Verbindung zwischen Raum, Moment und Menschen, die bleibt.

Ein Satz, der deine Trauungen am besten beschreibt

Eine Trauung, die so einzigartig ist, wie die Liebesgeschichte des Paares und Raum für authentische Gefühle lässt.

The Paris Officiant, Laura

Die Redekünstlerin - Sabine Wanek

Standort / Einsatzgebiet: Stuttgart / Baden-Württemberg und Europa

Sprachen: Deutsch, Englisch

Kontakt: www.redekuenstlerin.de / @redekunstlerin

Ideal für Paare, die … Sprache schätzen, die Bilder schafft, Werte spürbar macht und ihre Verbindung in einen größeren kulturellen, ästhetischen oder philosophischen Kontext stellt.

Wie würdest du deinen Ansatz als Trauredner:in beschreiben?

Ein Fotograf hat mich mal nach einer Trauung gefragt, ob ich Schriftstellerin bin. Das hat mich irgendwie sehr berührt, dass er das dachte. Er sagte, meine Formulierungen seien irgendwie anders. Original und originell. Und es stimmt: Als ein Mensch, der Redekunst (Rhetorik in Tübingen) studiert hat, ist mir jede einzelne Formulierung sehr wichtig. Und vor allen Dingen: Sie muss zum Paar und zur Idee und zum Setting der Hochzeit passen.

Verstehst du eine Trauung eher als Performance, als Ritual oder als kuratiertes Erlebnis?

Ich würde eine Freie Trauung gern als „kuratiertes Erlebnis“ beschreiben. Oder auch als dramaturgische Arbeit, denn ich bin diejenige, die das Brautpaar, zwei Menschen, die sich füreinander entschieden haben mit all ihrem Sein, Wollen, Hoffen, Lieben – mit ihrer Gefühlswelt – mit ihrem gemeinsamen und individuellen Verständnis von dieser Welt – mit ihrem Selbstverständnis und mit ihren Werten und Vorstellungen von dem, was im Leben wirklich, wirklich zählt – vollkommen in den Mittelpunkt zu setzen und facettenreich aufleuchten zu lassen.

Und dieses Paar – gerahmt von der Zuneigung und der Freude seiner Gäste und gerahmt von ihrer gemeinsamen Leidenschaft, vielleicht der Kunst, die sie umgibt oder die sie sich als Leitthema für die Hochzeit gewählt haben, wollen wir feiern. Ihre einzelnen Persönlichkeiten – ihr Wir und ihr „Anders“ sensibel und unterhaltsam herauszuarbeiten - das ist dabei meine geliebte Aufgabe. Und ja, es soll ein Erlebnis sein – mit altbekannten, vertrauten Gefühlen und neuen, frischen Perspektiven. Gespickt mit großen Emotionen und befreitem Lachen. Und Schmunzeln über sich. Über uns. Über unser Leben und alles, was da noch kommen mag.

Was macht eine Trauung für dich wirklich bedeutungsvoll?

Das Brautpaar selbst. Und ihre Geschichte. Und alles, was für sie zählt.

Welche Rolle spielen Kunst, Kultur oder Ästhetik in deiner Arbeit?

Ich verstehe mich als Redekünstlerin, daher hat die emotionale und vor allem treffende Redekunst einen hohen Stellenwert in meiner Arbeit. Auch der Ort der Trauung selbst. Meine Beziehung zum Brautpaar: geprägt durch Offenheit, Vertrauen und Hingabe. Wie das Paar vorne bei seiner freien Trauung sitzt. Wann sie aufstehen, wie sie sich gegenüberstehen, die Hände halten, sich ihr Eheversprechen schenken - vor einer unvergesslichen Kulisse. All das ist persönlich, stimmig und schön.

Gibt es Künstler:innen, Autor:innen, Philosoph:innen oder Kunstwerke, die dich inspirieren?

Für mich ist zum Beispiel Hannah Arendt, wie sie über den Begriff der Liebe philosophiert sehr inspirierend. Sie macht klar, dass Liebe und Partnerschaft nicht nur auf Gefühlen aufbauen können. Es ist mehr. Liebe zeigt sich darin, wie zwei Menschen gemeinsam und miteinander in der Welt stehen. Es ist die Art und Weise, wie sie sich verhalten und handeln. Für sich und miteinander. Bezogen aufeinander und bezogen auf die Welt. Liebe hat aus Arendts Sicht etwas mit Verantwortung und Freiheit, mit Raum zum Werden, zur Entfaltung zu tun. Liebe ist eine Entscheidung. Eine Entscheidung, sich mit dem Menschen, den man liebt zu verbinden.

Was ist dein Lieblingsmuseum?

Ich hab mal als Studentin ein halbes Jahr in Florenz gelebt. Dort habe ich mir in dieser Zeit fast alle Museen angeschaut, die es in dieser wundervollen Stadt gibt, die wie ein Freilichtmuseum ist: Kunst und Skulpturen an jeder Ecke. Am meisten beeindruckt haben mich die Uffizien.

Und richtig fasziniert war ich von den Gemälden „La Primavera“ und „Die Geburt der Venus“ von Sandro Boticelli. Die bildgewordene Symbolik von Liebe, Schönheit und Harmonie. Die fließenden fein gemalten Stoffe, die grazilen Körper, die Eleganz. Und die mythologische Bedeutung.

Wie würdest du deinen Sprachstil beschreiben?

Gefühlvoll, rhetorisch wohl überlegt, feierlich und literarisch würde ich meinen Stil beschreiben. Das Wichtigste ist mir dabei, dass Bilder in den Herzen der Brautpaare und eine lebendige, besondere Atmosphäre entstehen. Ein bisschen so, als ob sie in ihrem eigenen Kinofilm sitzen. Im Kinofilm ihres Lebens.

Was begeistert dich an Trauungen in Museen oder architektonisch besonderen Räumen?

Eine Freie Trauung in den Uffizien vor "La Primavera" - das wäre ein Traum! Es ist diese Atmosphäre. Auch das verstehe ich unter einer bedeutungsvollen Trauung. Welche Ästhetik, welche Symbolik atmet der Ort und natürlich wirkt sich das auf die Freie Trauung aus. Auf die Metaphern, die Sprache und die Bilder, die ich in die Rede mit einfließen lasse. Die Verbindung des Paares mit dem kunstvollen Ort oder ihre gemeinsame Liebe und Faszination zu einem Gemälde, das sie tief in ihrem Sein berührt.

Das tiefe, magische blau-grün-lila des Seerosenteichs von Monet zum Beispiel. Wie würde es sich für das Paar anfühlen, in genau diesen Teich reinzusteigen? Auf der Haut, im Herzen? Was verbinden sie mit dem Gemälde? Für welche Erlebnisse stehen die Seerosen? Welche Erinnerungen ihrer Liebe kommen an die Oberfläche, wollen erzählt und geteilt werden?

Ein Satz, der deine Trauungen am besten beschreibt

Meine Trauungen sind individuell gestaltete, herzliche Kunstwerke, auf das Wesentliche reduzierte Spiegelbilder des Lebens meiner Brautpaare – gemalt in ihren Lieblingsfarben und -formen.

Redekünstlerin Sabine Wanek (Foto von www.irynamazura.com)

Jennifer Patrice

Standort / Einsatzgebiet: London / Großbritannien und die ganze Welt

Sprachen: Britisches Englisch

Kontakt: www.jenniferpatrice.com / @jennifer_patrice_celebrant

Ideal für Paare, die … ihre Geschichte vertrauensvoll teilen möchten, um gemeinsam eine maßgeschneiderte Zeremonie zu gestalten, die noch lange nach dem Hochzeitstag in Erinnerung bleibt.

Wie würdest du deinen Ansatz als Trauredner:in beschreiben?
Ich bin in meinem Ansatz als Traurednerin sehr ruhig. Mir ist am wichtigsten, dass meine Paare wissen: Entscheidend ist für mich, dass sie eine Zeremonie erleben, die sie und ihre Beziehung wirklich widerspiegelt. Eine Zeremonie, bei der ihre Gäste sofort spüren: Heute geht es ganz und gar um sie.

Verstehst du eine Trauung eher als Performance, als Ritual oder als kuratiertes Erlebnis?
Ich sehe eine Zeremonie vor allem als ein Erlebnis für mein Paar. An erster Stelle sollen sie Authentizität und Aufrichtigkeit erfahren und die Zeremonie als zutiefst bedeutungsvoll empfinden. Ebenso wünsche ich mir, dass auch ihre Gäste genau das erleben.

Was macht eine Trauung für dich wirklich bedeutungsvoll?
Bedeutungsvoll wird eine Zeremonie für mich dann, wenn mein Paar all seine Erwartungen und Wünsche offen mit mir teilt. Wenn sie mir ihre Vision anvertrauen, können wir gemeinsam eine Zeremonie gestalten, an die sich alle noch lange erinnern – auch wenn der letzte Tanz getanzt ist und alle wieder nach Hause zurückgekehrt sind.

Welche Rolle spielen Kunst, Kultur oder Ästhetik in deiner Arbeit?
Ich denke, sie spielen eine große Rolle. Diese Elemente spiegeln meine Paare wider – sie sind Ausdruck ihrer Persönlichkeit. Ob in der Sprache, in der Musik, in visuellen Details oder in Symbolik: Jedes Detail zählt und trägt dazu bei, etwas Besonderes zu schaffen. Es sollte nicht inszeniert wirken, sondern authentisch sein.

Gibt es Künstler:innen, Autor:innen, Philosoph:innen oder Kunstwerke, die dich inspirieren?
Maya Angelou ist eine meiner Favoritinnen. Besonders ihr Zitat: „Menschen werden vergessen, was du gesagt hast, Menschen werden vergessen, was du getan hast, aber sie werden nie vergessen, wie sie sich durch dich gefühlt haben.“ Genau das ist mir wichtig – dass sich mein Paar gesehen, getragen und wertgeschätzt fühlt. Ich möchte, dass sie spüren: Diese Zeremonie ist genau die, von der sie immer geträumt haben – auch wenn sie vielleicht nicht wussten, dass sie möglich ist.

Vielleicht klingt es ungewöhnlich, aber ich finde Daniel Roseberry, den Designer des Hauses Schiaparelli, sehr inspirierend. Die Art, wie er die Welt sieht und durch seine Entwürfe Kunst erschafft, beeindruckt mich sehr.

Eines meiner Lieblingsgedichte ist „I Carry Your Heart with Me“ von E.E. Cummings.

Mein liebstes Kunstwerk zeigt Aristoteles mit seinem Schüler Alexander dem Großen. Ich sah dieses Bild erstmals, ich glaube 2013, als ich an einem Digitalisierungsprojekt in der British Library in Zusammenarbeit mit der Qatar National Library/Qatar Foundation arbeitete. Es war eines der Werke, die für das neu geschaffene Portal digitalisiert wurden. Es ist kein auffälliges oder spektakuläres Bild – eher ruhig und zurückhaltend – und doch hat es mich aus unerklärlichen Gründen tief berührt. Ich hoffe, das ergibt Sinn.

Was ist dein Lieblingsmuseum?
Oh, da gibt es so viele! Hier nur eine Auswahl: Der Louvre mit seiner Glaspyramide und der Mona Lisa, die Bodleian Library mit ihren 455 Deckenbossen, die die Förderer repräsentieren, das Sheldonian Theatre mit der  Deckenmalerei von Robert Streater, das Natural History Museum mit seinem beeindruckenden hängenden Skelett, meine „Heimatmuseen“ – das Horniman Museum und das National Maritime Museum, insbesondere der Cutty Sark, mit der ich viele Kindheitserinnerungen verbinde.

Die Tate und die National Gallery waren meine erste bewusste Museumserfahrung. Eine Mentorin namens Rose nahm mich im Alter von etwa acht oder neun Jahren dorthin mit.

Wie würdest du deinen Sprachstil beschreiben?
Je nach Paar kann mein Sprachstil sehr unterschiedlich sein. Mir ist wichtig, zu zeigen, dass ich verstehe, was sie sich für ihre Zeremonie wünschen. Wir müssen flexibel sein und unseren Paaren Wahlmöglichkeiten bieten, ohne starr zu bleiben. So entsteht eine maßgeschneiderte Zeremonie, die wirklich zu ihnen passt. Ein Konzept für alle gibt es nicht – und ich möchte keine „Standard“-Traurednerin sein.

Was begeistert dich an Trauungen in Museen oder architektonisch besonderen Räumen?
Eigentlich alles – besonders aber die Geschichte dieser Orte. Ich integriere gerne eine kurze Zusammenfassung der Geschichte des Veranstaltungsortes in die Zeremonie, damit alle wissen, wo sie sich befinden. So wird spürbar, was diesem Tag vorausging – und wie dieser Hochzeitstag nun selbst Teil der Geschichte dieses Ortes wird.

Ein Satz, der deine Trauungen am besten beschreibt
Meine Zeremonien sind voller Freude. Mein Business-Mentor Dr. Byron Cole hat mir den Spitznamen „The Maker of Happiness“ – „Die Schöpferin von Glück“ –gegeben.

Jennifer Patrice

Evylin & Words - Evylin Schenkel

Standort / Einsatzgebiet: Regensburg / Süddeutschland und Europa

Sprachen: Deutsch, Englisch, Russisch

Kontakt: www.evylinandwords.de@evylin.and.words

Ideal für Paare, die … Romantik ohne Kitsch schätzen und eine Trauung erleben möchten, die als bewusst gesetzter, maßgeschneiderter Moment in Erinnerung bleibt.

Wie würdest du deinen Ansatz als Traurednerin beschreiben?

Mein Anspruch: Jede freie Trauung ist ein Unikat. Modern und nicht reproduzierbar. Die Trauung entsteht aus der Geschichte, der Dynamik und den Wünschen des Paares. Romantik ja, Kitsch nein. Wichtig ist mir, dass sich der Moment einmalig anfühlt (nicht als Variation von etwas schon Gesehenem). Meine Zeremonien funktionieren nur an diesem Tag und nur für dieses Paar. 

Verstehst du eine Trauung eher als Performance, als Ritual oder als kuratiertes Erlebnis?

Ich sehe die freie Trauung als Erlebnis, das bewusst gestaltet wird. Es hat eine Dramaturgie, einen Fokus und eine Haltung. Man darf lachen, man darf gerührt sein und beides widerspricht sich nicht. Entscheidend ist für mich, dass das Brautpaar und die Gäste es als einmalig wahrnehmen. Eine gute freie Trauung verschwindet nicht im restlichen Tagesprogramm, sondern setzt einen maßgeschneiderten Akzent bei der Hochzeit, über den man wirklich Jahre später noch spricht.

Was macht eine Trauung für dich wirklich bedeutungsvoll?

Bedeutsam wird eine Trauung, wenn sie dem Paar Raum gibt, wirklich sie selbst zu sein. Mit ihren Ecken und Kanten und dem, was ihnen wirklich wichtig ist. Wenn während der Trauung ein Lachen durch die Reihen geht und Tränen heimlich weggewischt werden, habe ich alles richtig gemacht. 

Für mich wird die freie Trauung bedeutungsvoll, wenn jeder Moment in der Zeremonie Gewicht hat, die Geschichte des Paares klar erzählt wird und die Atmosphäre jede Person erreicht (nicht nur das Brautpaar). 

Welche Rolle spielen Kunst, Kultur oder Ästhetik in deiner Arbeit?

Kunst, Kultur und Ästhetik prägen meinen Blick für Details. In meiner Arbeit geht es darum, Worte so zu wählen, dass sie wirken wie kuratierte Momente: klar und fein nuanciert. Ich arbeite bewusst mit Rhythmus, Spannung und Bildsprache, damit die Trauung nicht nur “ganz nett” wird. Jede Traurede entsteht mit einem feinen Gespür für Rhetorik und der Balance zwischen Unterhaltung und Tiefgang.  Für mich ist das der ästhetische Kern meiner Arbeit.

Gibt es Künstler:innen, Autor:innen, Philosoph:innen oder Kunstwerke, die dich inspirieren?

Künstlerisch war ich schon immer ein Fan von Gustav Klimt (“Der Kuss” ist wunderschön, noch lieber mag ich aber “Pallas Athene”). Außerdem liebe ich eine gute Mischung aus Werken von Rubens, van Gogh und Frida Kahlo.

“Das Parfum” von Patrick Süskind ist bis heute mein #1 Lieblingsbuch. Kein anderes Werk hat es bis heute geschafft, das zu ändern. Musikalisch fallen mir sofort Satie mit sämtlichen Gymnopédien ein und als absoluter Klassiker: Beethoven.

Was ist dein Lieblingsmuseum?

Wien Museum Karlsplatz (dort hängt mein absolutes Lieblingsbild: Klimt - “Pallas Athene”).

Wie würdest du deinen Sprachstil beschreiben?

Zeitgenössisch - modern und humorvoll. Ich liebe es, wenn die Gäste mitdenken, mitfühlen und mitlachen. 

Was begeistert dich an Trauungen in Museen oder architektonisch besonderen Räumen?

Museen oder architektonisch besondere Räume haben eine eigene Gravitas. Solche Räume haben eine Ruhe und Tiefe, die im Freien oft zerfasert. Stimmen klingen klarer, die Gäste sind fokussierter, die ganze Atmosphäre ist intensiver. Für mich als Traurednerin bedeutet das: weniger Deko, mehr Substanz.

Ein Satz, der deine Trauungen am besten beschreibt

Maßgeschneiderte freie Trauungen, für echte Erlebnisse

Evylin& Words - Evylin Schenkel

Yves Reden - Yve Skorb

Standort / Einsatzgebiet: Hamburg / Norddeutschland und Europa

Sprachen: Deutsch

Kontakt:  www.yvesreden.com / @yvesreden

Ideal für Paare, die … sich eine persönliche, tiefgehende und authentische Zeremonie wünschen, die ihre Geschichte wirklich widerspiegelt.

Wie würdest du deinen Ansatz als Trauredner:in beschreiben?

Mein Ansatz als Traurednerin richtet sich in der Tat sehr nach den Vorstellungen des Paares. Ich führe ausführliche Gespräche mit meinen Paaren, in denen ich versuche, herauszufinden, was ihnen im Einzelnen und auch als Paar wichtig ist, was sie ausmacht, wofür sie sich interessieren und wie ihre Vorstellungen sind. Ich habe den Anspruch, dass die Trauzeremonie, und auch die Rede, zu genau diesem Paar passt. Es ist eine kleine Entstehungsreise, bei der ich das Paar begleite und unterstütze, damit sie genau die Zeremonie bekommen, die sie widerspiegelt. Individuell, persönlich, unverwechselbar - so wie das Paar eben auch ist. Deshalb habe ich den Anspruch, die Geschichte und auch die Beziehung des Paares kennenzulernen und einzuschätzen, was die beiden verbindet und zu dem macht, was sie sind.

Ich liebe es, zu erzählen und Bilder hervorzurufen in Gedanken und auch in der Phantasie. Und das ist dann wohl überwiegend mein Ziel. Nicht nur einfach zu quatschen, sondern tatsächlich auch in die Tiefe zugehen. So, dass die Anwesenden denken "ah ja, kenn ich".  Einen Wiedererkennungsmoment zu schaffen, einen Moment, der nicht wiederholbar ist, und der auf genau diese beiden Menschen zugeschnitten ist. Denn um diese beiden Menschen geht es ja, um ihre Beziehung, um ihre Liebe. Und jede Liebe ist einzigartig. Das sollte auch in der Zeremonie und in der Rede spürbar sein. Kurz gefasst, würde ich meinen Ansatz eher als erzählerisch und feierlich beschreiben. Ja, ich denke, da finde ich mich am ehesten wieder.

Verstehst du eine Trauung eher als Performance, als Ritual oder als kuratiertes Erlebnis?

Ich verstehe eine Trauung am ehesten als ein kuratives Erlebnis. Als einen feierlichen Akt. Die Trauung ist der Start von etwas Neuem. Zwei Menschen, die sich dazu entscheiden, ihren Weg gemeinsam zu gehen. Und dieser Tag sollte frei sein von bestimmten vorgegebenen und vorgefertigten Meinungen. Ich finde, jedes Paar sollte entscheiden, wie es diesen Tag, die Zeremonie, die Trauung gestalten möchte, um ein eigenes, einmaliges Erlebnis zu haben. Es sollte keine Show sein, keine Performance. Für mich ist eine Trauung ein wichtiger, kostbarer Schritt, der gewürdigt und gefeiert werden sollte. Pur. Echt. Authentisch. Und vor allem frei von auferlegten Zwängen. Frei davon, sich in etwas zu pressen, um andere zu beeindrucken.

Was macht eine Trauung für dich wirklich bedeutungsvoll?

Wahrscheinlich hab ich die Frage bereits ein Stück weit beantwortet. Eine Trauung wird für mich bedeutungsvoll, wenn ich echte Emotionen spüre. Die Vorfreude, die Aufregung, die Freude und vor allem die Liebe. Wenn die Trauung die besondere Verbindung dieser beider Menschen feiert, wenn sie ihre Liebe und sich als Paar feiern, dann wird es bedeutungsvoll.

Und es darf echt sein. Lachen, Tränen, Emotionen. Nah am Gefühl, mehr fürs Herz, weniger für die Außendarstellung. Und das i-Tüpfelchen für mich: wenn bei der Liebeserklärung sich beide anschauen und für mich das Gefühl greifbar ist.

Welche Rolle spielen Kunst, Kultur oder Ästhetik in deiner Arbeit?

Ästhetik ist mir persönlich enorm wichtig, sie spielt in vielen Bereichen meines Lebens eine zentrale Rolle. Und auch so bei Trauzeremonien. Ein runder, stimmiger Rahmen, der die Bedeutsamkeit des Augenblicks würdevoll unterstützt, ist viel wert. Und eine Zeremonie ist die Würdigung großer Gefühle zweier Menschen. Ich bin der Meinung, das sollte auch im Außen sichtbar sein. Und dabei meine ich nicht Ästhetik, die als Außendarstellung nach Außen für Bewunderung sorgen soll. Es geht mir um die Intension, über Ästhetik eine Stimmung zu erschaffen, oder zu unterstreichen, die den Akt der Trauung zu einem besonderen, außergewöhnlichen und unvergesslichen Augenblick macht. 

Gibt es Künstler:innen, Autor:innen, Philosoph:innen oder Kunstwerke, die dich inspirieren?

Ja, definitiv. Kunst berührt. Botticelli ist einer meiner Lieblingskünstler, mit seinen Werken "La Primavera", "Die Geburt der Venus" uvm. Das sind Bilder, in denen könnte ich mich stundenlang verlieren. Bewundernswert, was ein Mensch erschaffen kann.

Und ich lese auch unheimlich gerne, am liebsten historische Romane, Ken Follett etc. In diese Geschichten tauche ich regelrecht ein, hole mir Inspiration, schalte ab vom Alltag und meinen eigenen Gedanken. Das sind Texte, die mich in andere Welten entführen, und ich kann mich gut hineinversetzen. Aber es gibt so viel, was ästhetisch, historisch und kunstvoll ist, das mich anregt und inspiriert. Ich genieße es in der Tat, in alte Zeiten einzutauschen und meine Gedanken treiben zu lassen.

Was ist dein Lieblingsmuseum?

Mein absolutes Lieblingsmuseum sind die Uffizien in Florenz, die finde ich beeindruckend. Die komplette Altstadt von Florenz zieht mich jedes Mal in ihren Bann und fühlt sich immer wieder an wie eine Reise in vergangene Zeiten, voller Kunst und Kultur. Florenz ist einer meiner Lieblingsorte. Seit ich das erste Mal da war, bin ich fasziniert. Und bei jedem Besuch gehören die Uffizien mit dazu. Es ist so viel geballtes Können und Talent an einem einzigen Ort vereint. Ich könnte tagelang da durchschlendern, aber alles schafft man meistens eh nicht auf einmal zu sehen. Und die Medici haben etwas Unvergleichbares und Wunderbares geschaffen.

Wie würdest du deinen Sprachstil beschreiben?

Mein Sprachstil ist eher bildlich, literarisch. Allein durch vieles lesen angeregt, und durch die Faszination, die ich Sprache im allgemeinen gegenüber empfinde, liebe ich es, mit Worten zu spielen, Begriffe entsprechend zu verwenden und einzusetzen. Ist es nicht unglaublich, was man mit Worten, was man mit Sprache alles schaffen kann? Sprache kann Negatives erschaffen, Sprache kann aber auch so viel Positives bewirken. Und ich finde es eine wunderbare Herausforderung, mit Reden die Phantasie von Menschen anregen zu können, Bilder in Köpfen entstehen zu lassen und über diese Bilder Emotionen zu erwecken. Das allein ist etwas unfassbar Faszinierendes.

Was begeistert dich an Trauungen in Museen oder architektonisch besonderen Räumen?

An Museen bzw. in architektonisch besonderen Räumen begeistert mich, dass an solchen Orten eine außergewöhnliche Atmosphäre geschaffen werden kann. Die Lichtstimmung, die Ruhe, das Bedächtige. Je nachdem, was gewünscht ist, kann ein Museum etwas Ehrwürdiges erschaffen. Ich finde Räume toll, in denen man reinkommt, und direkt das Gefühl hat, dieser Ort hat was zu erzählen, hat Seele. Ich finde, das schafft in einem selber direkt ein anderes Gefühl. Und Teil davon sein zu können, auch wenn es nur für eine kurze Zeit ist, gibt dem Ganzen nochmal eine andere Bedeutung. 

Ein Satz, der deine Trauungen am besten beschreibt

Meine Trauungen leben von der Inspiration des Hochzeitspaares, deshalb sind sie immer ein Unikat. 

Yves Reden - Yve Skorb

Herzensfrei - Maria Allegretti

Standort / Einsatzgebiet: Ulm / Süddeutschland und Italien

Sprachen: Deutsch

Kontakt: www.herzensfrei.de / @herzensfrei.maria

 Ideal für Paare, die … sich eine leichte, aber tief wirkende Zeremonie wünschen – ohne Show, dafür mit Bedeutung zwischen den Zeilen.

 Wie würdest du deinen Ansatz als Trauredner:in beschreiben?

Mein Ansatz ist erzählerisch. Mir sind weiche Übergänge wichtig. Bei mir gibt es keine Floskeln, nichts Überflüssiges. Dafür viel Bedeutung zwischen den Zeilen. Und ja, ich gebe dem Rahmen eine feierliche Note. Aber nicht nur alleine durch meine Rede, sondern auch durch meinen Ausdruck und mein Auftreten.

Verstehst du eine Trauung eher als Performance, als Ritual oder als kuratiertes Erlebnis?

Für mich ist eine Trauung keine Performance. Sie ist ein kuratiertes Ritual. Also kein Schauspiel und keine Performance, sondern ein bewusst gestalteter Moment, in dem alles wie einzelne Zahnräder ineinandergreift. Sei es die ausgesuchte Musik, die Pausen, die bewusst gewählten Zitate, um ganz besondere Emotionen hervorzurufen. Meine Trauungen dürfen sich leicht anfühlen und gleichzeitig tief wirken.

Was macht eine Trauung für dich wirklich bedeutungsvoll?

Für mich sind Trauungen bedeutungsvoll, wenn sich das Paar wirklich wiedererkennt. Wenn sie das Gefühl haben: Das sind wir. So fühlt sich unsere Verbindung an. Nicht durch große Gesten und eine Show, sondern durch ehrliche Worte. Damit schaffe ich eine Atmosphäre, in der Emotionen sein dürfen, ohne erklärt werden zu müssen.

Welche Rolle spielen Kunst, Kultur oder Ästhetik in deiner Arbeit?

Sowohl Ästhetik als auch Kunst und Kultur kann einer freien Trauung den richtigen Rahmen geben. Denn seitdem ich 5 Jahre alt bin, spiele ich Geige. Und schon hier habe ich gelernt was Kunst für mich bedeutet. Sie kann Emotionen tragen, mal schwer, mal leicht und doch immer frei von der reinen Sprache.

Was ist dein Lieblingsmuseum?

Ich sag’s ganz ehrlich, ich liebe das Atelier meiner Freundin Marion und die Privatgalerie meiner Freundin Maria. Sie sind meine Wohlfühlorte. Nicht das Louvre oder sonst ein Museum.

Klar könnte ich jetzt tolle Kunstwerke aufzählen. Aber was mich an diesen zwei Orten so fasziniert, sind die Kunstwerke in Verbindung mit den Menschen. Die Menschen, die mir ihre Geschichte erzählen. Wie sie beispielsweise Quilts entdeckt haben. Ganz unscheinbar, durch eine Visitenkarte an einem Schaufenster. Und nach ihrem Kauf auf einer grünen Wiese diese ausgebreitet haben, weil sie nicht mehr abwarten konnten bis sie zuhause waren. Wie sie Emotionen mit diesen Werken verbinden. Und so werden für mich Gemälde erst so richtig lebendig. Und genau diese Begeisterung möchte ich spüren bei Brautpaaren. Ich möchte verstehen wieso sie sich für ein Kunstwerk oder Museum begeistern. Und genau dieses Gefühl kann ich in meine freie Trauung einfließen lassen.

Was begeistert dich an Trauungen in Museen oder architektonisch besonderen Räumen?

Besondere Orte bringen automatisch Haltung und Präsenz mit. Und sie laden dazu ein, langsamer zu werden, genauer zuzuhören und den Moment bewusster zu erleben. Damit kann Architektur in meinen Augen eine Trauung tragen, ohne sie zu dominieren.

Ein Satz, der deine Trauungen am besten beschreibt

Eine Trauung mit Leichtigkeit, aber einer Tiefe, die bleibt.

Maria Allegretti

Fazit: Die richtige Stimme macht den Unterschied

Eine Hochzeit im Museum lebt von Atmosphäre, Bedeutung und Zurückhaltung.
Die passende Traurednerin oder der passende Trauredner verstärkt genau das – ohne sich in den Vordergrund zu stellen.

Wenn Sprache, Raum und Kunst ineinandergreifen, entsteht eine Zeremonie, die bleibt.
Still. Klar. Und tief berührend.